Die Wahl der Rechtsform einer Handelsgesellschaft

Für privatrechtliche Personenzusammenschlüsse zur Verfolgung gemeinsamer Zwecke stehen mehr als ein Dutzend verschiedener Rechtsformen zur Verfügung, erläutert der Wirtschaftsjurist Dr. jur. Lutz WERNER, Vorstand und Inhaber der Hi-Tech Media AG.

Europa-GmbH für den Mittelstand?!

Eine sog. Europa-GmbH ist im Interesse der deutschen mittelständischen Unternehmen. Das hat jetzt, nach langen Diskussionen, auch die Politik erkannt. So will die große Koalition diese neue Rechtsform in Brüssel unterstützen.

Vorratsgesellschaft – AG, GmbH und KG
zum Start oder Outsourcing mit Kapitalaufnahme

Eine Vorratsgesellschaft dient dem Selbständigmachen, einer Ausgliederung, zum Neubeginn (z.B. als Auffanggesellschaft) oder als zweites Standbein. Die neue Handelsgesellschaft kann sofort auch zur bankenunabhängigen Kapitalbeschaffung von privaten Investoren genutzt werden (siehe www.finanzierung-ohne-bank.de, www.Anleger-Beteiligungen.de).

Die Aktiengesellschaft – Aufgaben des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat zwei Hauptaufgaben: Die Bestellung und Abberufung des Vorstands und die laufende Überwachung der Geschäftsführung des Vorstands.

Die Aktiengesellschaft – Ordnung des Aufsichtsrats

Das Aktiengesetz enthält nur wenige Vorschriften über die innere Ordnung des Aufsichtsrats. Die aktienrechtlichen Regeln sind überwiegend zwingend. In diesem Rahmen und unter Berücksichtigung der Satzung kann sich der Aufsichtsrat selbst eine Geschäftsordnung geben. Die Tätigkeit des Aufsichtsrates und seine Funktionsfähigkeit als Überwachungsorgan stehen im Zentrum der Corporate Governance-Diskussion. Es gibt Empfehlungen und Anregungen für die Aufsichtsratsarbeit in börsennotierten Gesellschaften, insbesondere das Zusammenwirken mit dem Vorstand.

Die Aktiengesellschaft – Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Die Satzung kann eine größere Zahl festsetzen, die durch drei teilbar sein muss. Das Aktiengesetz enthält Höchstzahlen von 9 bis 21 Mitgliedern je nach der Höhe des Grundkapitals.

Umwandlung einer GmbH in eine AG

Bei der Umwandlung einer GmbH in eine Aktiengesellschaft bedarf es zunächst der Frage nach der Zweckhaftigkeit und den zwingenden Interessen an einer solchen Umwandlung. Wirkliche Gründe für eine Umwandlung sind oft nicht gegeben. Der leichteste Weg zu einer AG ist der Kauf einer sog. Vorrats-AG (www.Vorratsgesellschaft-kaufen.de) mit der Einbringung bzw. der Übertragung der Assets der bereits vorhandenen GmbH, erläutert Dr. Lutz WERNER.

Die Aktiengesellschaft – Gründung einer AG

Die Gründung einer AG setzt rechtgeschäftliches Handeln und Eintragung ins Handelsregister voraus. Auf die Eintragung besteht ein Rechtsanspruch, wenn die Mindestanforderungen erfüllt sind. Das historisch bedingte Bestreben des Gesetzgebers, unsolide Gründungen nach Möglichkeit zu verhindern, hat dazu geführt, dass der Vorgang der Gründung durch zwingende Vorschriften sehr eingehend geregelt und dadurch kompliziert geworden ist.

Die Aktiengesellschaft – Kleine AG und Einpersonen-AG

Die AG gilt vornehmlich als die Rechtsform für große, börsennotierte Unternehmen. Die Anwendung des überwiegend zwingenden, zudem meist formstrengen und dazu komplizierten Aktienrechts erfordert einen gewissen rechtlichen und verwaltungsmäßigen und damit finanziellen Aufwand.

Die Aktiengesellschaft (AG): Wirtschaftliche Bedeutung und Kapitalzugang

Die wirtschaftliche Bedeutung der AG beruht in erster Linie auf der Möglichkeit, sich zur Beschaffung großer Kapitalbeträge, die für bestimmte wirtschaftliche Aktivitäten unerlässlich sind, auf dem allgemeinen Kapitalmarkt an breite Anlegerkreise zu wenden. Die Beteiligung an einer AG stellt nur geringe Anforderungen. Sie erfordert lediglich die Einzahlung einer bestimmten Geldsumme bzw. die Aufbringung des Erwerbspreises für die Aktie. Im Übrigen wird der Aktionär mit keinen Pflichten belastet. Kaufmännische Kenntnisse und Fähigkeiten sind nicht erforderlich. Er nimmt allerding am unternehmerischen Risiko teil, in dem seine Beteiligung je nach dem wirtschaftlichen Erfolg der AG an Wert gewinnt oder verliert.

Die Aktiengesellschaft (AG): Die Organe der AG

1. Die Aktie als Bruchteil des Grundkapitals einer AG Es bezeichnet zunächst einen Bruchteil des Grundkapitals. Das Grundkapital wird in einzelne Anteile zerlegt. Diese Anteile heißen Aktien. Deshalb wäre es eigentlich folgerichtig, die Aktie durch einen Bruchteil des Grundkapitals auszudrücken. So wird es mit dem Begriff „Quotenaktie“ in einigen ausländischen Rechten gemacht. In Deutschland gibt es wahlweise die Stück- oder Nennwertaktien. Bei der Stückaktie ergibt sich der Anteil aus der Zahl der ausgegebenen Aktien im Verhältnis zum Grundkapital. Die Nennwertaktie lautet auf eine feste in Euro ausgedruckte Summe. Bis 1998 waren in Deutschland ausschließlich Nennwertaktien zulässig. Das hing teils mit dem Verbot der Unterpariemission zusammen, teils auch mit der Rücksicht auf Gewohnheiten bei der Kursfeststellung im Börsenverkehr, die sich inzwischen aber internationalen Bräuchen angeglichen haben.

Die Aktiengesellschaft (AG): Die Aktien

Das Wort „Aktie“ hat in einer Aktiengesellschaft eine dreifache Bedeutung: 1. Die Aktie als Bruchteil des Grundkapitals einer AG Es bezeichnet zunächst einen Bruchteil des Grundkapitals. Das Grundkapital wird in einzelne Anteile zerlegt. Diese Anteile heißen Aktien. Deshalb wäre es eigentlich folgerichtig, die Aktie durch einen Bruchteil des Grundkapitals auszudrücken. So wird es mit dem Begriff „Quotenaktie“ in einigen ausländischen Rechten gemacht.

Die Aktiengesellschaft (AG): Rechtsnatur und Grundkapital

Die Aktiengesellschaft (AG) ist ihrer Rechtsnatur nach ein Verein, also Körperschaft. Sie hat Mitglieder, ist aber vom Mitgliederbestand unabhängig und körperschaftlich organisiert. Die AG hat eigene Rechtspersönlichkeit, ist also juristische Person. Als selbstständiges Rechtssubjekt ist sie Träger von Rechten und Pflichten. Sie haftet für ihre Schulden selbst mir ihrem gesamten Vermögen. Die Haftung der Mitglieder für Verbindlichkeiten der Gesellschaft ist ausgeschlossen.

Die Kommanditgesellschaft (KG): Grundzüge

Die Kommanditgesellschaft (KG) ist eine Abwandlung der Offenen Handelsgesellschaft (OHG). Die Definition im Handelsgesetzbuch entspricht derjenigen der OHG mit einem Unterschied: Bei einem Teil der Gesellschafter ist die Haftung gegenüber den Gesellschaftsgläubigern auf den Betrag einer bestimmten Vermögenseinlage beschränkt.

GmbH: Stammkapital, Eigenkapital, Fremdkapital

Da die GmbH Kapitalgesellschaft ist und den Gläubigern nur das Gesellschaftsvermögen haftet, ist der Grundsatz der Kapitalaufbringung und –erhaltung eine wichtige Schutzvorkehrung. Die Kapitalaufbringungsvorschriften bei der Gründung der GmbH und bei Kapitalerhöhungen sollen sicherstellen, dass ein Gesellschaftsvermögen in Höhe der satzungsmäßigen Stammkapitalbetrags tatsächlich aufgebracht wird. Davon zu unterscheiden ist der tatsächliche Kapitalbedarf der Gesellschaft für ihre Tätigkeit und dessen Finanzierung. Finanzierungsbeiträge der Gesellschafter können auch in andere Form als Stammeinlagen geleistet werden.

GmbH: Rechtsstellung der Gesellschafter

Ursprünglicher Erwerb der Mitgliedschaft tritt durch Teilnahme an der Gründung oder durch Übernahme einer Stammeinlage bei einer Kapitalerhöhung ein. Abgeleiteter Erwerb kann auf Erbfolge oder auf Erwerberfolge beruhen. Letzteres führt auf der anderes Seite zugleich zum Verlust der Mitgliedschaft des Veräußerers. Die Mitgliedschaft endet ferner durch Kaduzierung, Abandon, Amortisation, Ausschluss oder Austritt des Gesellschafters.

GmbH: Geschäftsführer und Gesellschafter

Die GmbH hat in jedem Fall zwei notwendige Organe: Geschäftsführer und die Gesellschafterversammlung. Nach der Konzeption des GmbH-Gesetzes ist ein Aufsichtsrat zwar zulässig aber nicht notwendig – fakultativer Aufsichtsrat. Dagegen ist ein Aufsichtsrat zwingend vorgeschrieben, wenn die GmbH der Mitbestimmung der Arbeitnehmer unterliegt – notwendiger Aufsichtsrat.

GmbH: Die Unternehmergesellschaft-UG

Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), kurz UG genannt, wird umgangssprachlich auch als Mini-GmbH oder Ein-Euro-GmbH bezeichnet. Die Unternehmergesellschaft wurde durch das am 1. November 2008 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) eingeführt.

GmbH: Besonderheiten der Einpersonen-GmbH

1. Entstehung Die Einpersonen-Gesellschaft kann von Anfang an als solche gegründet werden oder durch nachträgliche Vereinigung aller Geschäftsanteile einer Mehrpersonen-GmbH in der Hand eines einzigen Gesellschafters zustande kommen.

GmbH: Die Einpersonen-GmbH

Es gehört zur Eigenart der Kapitalgesellschaften AG und GmbH, dass sie auch bestehen können, wenn alle Anteile in einer Hand vereinigt sind – Einpersonengesellschaft. Körperschaftliche Organisation und Mitgliedschaft sind bei AG und GmbH in ihrem Bezug zum Gesellschaftsvermögen und dessen satzungsmäßig formalisierter Kapitalgrundlage so sehr verselbständigt, dass sie in ihrer Existenz nicht vom Vorhandensein eines Personenverbandes abhängig sind. Selbständigkeit der Gesellschaft als juristischer Person und die volle Geltung ihrer Verfassung werden dadurch nicht berührt.

GmbH: Die Vorgesellschaft

Die GmbH wird nicht in einem einzigen Akt, sondern in mehreren auf einander folgenden Schritten gegründet. Die GmbH als solche, d. h. als juristische Person in ihrer endgültigen Gestalt, entsteht erst mit der Eintragung in das Handelsregister. Diese setzt aber bereits das Bestehen einer Personenvereinigung voraus, die schon wesentliche Merkmale der künftigen GmbH aufweist. Sie beruht auf dem notariellen Gesellschaftsvertrag.

GmbH: Geschäftsführer, Handelsregister, Gründerhaftung (Folge 6)

Bereits im Gründungsstadium benötigt die Gesellschaft einen oder mehrere Geschäftsführer, die im Gesellschaftsvertrag oder durch späteren Beschluss der Gesellschafter bestellt werden. Die Geschäftsführer nehmen die Kapitaleinzahlungen und Sacheinlagen entgegen und melden die Gesellschaft zum Handelsregister an. Sie können, müssen aber nicht Gesellschafter sein – Drittorganschaft.

GmbH: Gesellschaftsvertrag, Geschäftsanteile (Folge 5)

Das GmbH-Gesetz schreibt den unverzichtbaren Mindestinhalt für den Gesellschaftsvertrag vor: Firma, Sitz, Gegenstand des Unternehmens, Betrag des Stammkapitals, Zahl und Nennbeträge der Geschäftsanteile. Die Firma muss kennzeichnungs- und unterscheidungskräftig und darf nicht irreführend sein; sie muss immer den Rechtsformzusatz „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ oder eine gängige Abkürzung dieser Bezeichnung enthalten (GmbH).

GmbH: Gründung und Gesellschaftsvertrag (Folge 4)

Die GmbH ist die einfachste, dadurch relativ schnell und billig zu gründende Kapitalgesellschaft. Zusätzliche Erfordernisse gelten, wenn nicht nur Bareinlagen, sondern Sacheinlagen vereinbart werden – Sachgründung. Eine GmbH kann ferner durch Formwechsel aus einer anderen Rechtsform oder durch eine andere Strukturänderung nach dem Umwandlungs-Gesetz entstehen.

GmbH: Bedeutung, Anwendung und Verbreitung (Folge 3)

Nach der gesetzgeberischen Intention ist die GmbH in erster Linie eine Gesellschaftsform für kleine und mittlere Unternehmen, bei denen keiner der daran Beteiligten die volle persönliche Haftung übernehmen will. Dem entspricht die tatsächliche Lage. 1996 hatten ca. 38 % aller GmbH ein Stammkapital unter 100.000 DM, nur 2 % ein solches über 1 Mio. DM. Die GmbH ist der typische Unternehmensträger, wenn die Form einer Kapitalgesellschaft gewollt ist, wegen geringer Unternehmensgröße sowie überschaubarer Gesellschafterzahl die AG aber ungeeignet ist.

GmbH: Stammkapital und Geschäftsanteil (Folge 2)

Als Kapitalgesellschaft hat die GmbH ein Stammkapital, das in der Satzung festgelegt werden muss. Es kann dementsprechend nur durch Satzungsänderung erhöht oder verringert werden. Das Stammkapital beträgt mindestens 25.000 €. Der Zweck des Mindeststammkapitals soll dem Gläubigerschutz dienen, aber auch als sog. Seriösitätsschwelle. Letzteres bedeutet, dass die Gründer durch ein Minimum an finanziellem Engagement die Ernsthaftigkeit ihres Vorhabens belegen. Das Gesetz beschränkt sich auf den zahlenmäßig festgelegten Mindestbetrag ohne Rücksicht auf Art und Umfang des Geschäftsbetriebs der GmbH.

Die GmbH und die GmbH &. Co. KG – ein Vergleich

Die GmbH als juristische Person und die GmbH & Co KG als Personengesellschaft ( Gesamthandsgemeinschaft von natürlichen Personen ) ist rechtlich, bilanziellen und steuerlichen zu vergleichen. Die Abwägung von Vor- und Nachteilen einer "GmbH & Co KG" gegenüber einer einfachen GmbH werden an Hand von einzelnen Problemstellungen erläutert. Die Haftungslage ist bei beiden Gesellschaftsformen gleich: Bei der GmbH & Co KG ist die Haftung und das Risiko genauso beschränkt wie bei der einfachen GmbH.

Kauf einer älteren Handelsgesellschaft (AG)

Ältere Aktiengesellschaften mit Gründungsdatum 2004, 2005 und 2006 sind als Vorrats-AG ohne bisherige Geschäftstätigkeit auf www.vorratsgesellschaft-kaufen.de mit Bankkonto und ohne Altverbindlichkeiten verfügbar. Gern unterbreitet Ihnen Dr. jur. Lutz Werner ( l.werner@hi-tech-media.de ) für diese älteren Vorrats-AG´s ein günstiges Übernahmeangebot.

GmbH (Folge 1) - Die Rechtsnatur der GmbH

Das Gesetz enthält keine Definition der GmbH. Nach den wesentlichen Merkmalen ihrer gesetzlichen Regelung ist die GmbH körperschaftlich organisiert, Handelsgesellschaft, Kapitalgesellschaft und im Gegensatz zu den Personengesellschaften, juristische Person.

Die Wahl der Rechtsform einer Handelsgesellschaft: Grundsätze

Für privatrechtliche Personenzusammenschlüsse zur Verfolgung gemeinsamer Zwecke stehen mehr als ein Dutzend verschiedener Rechtsformen zur Verfügung, erläutert der Wirtschaftsjurist Dr. jur. Lutz WERNER, Vorstand und Inhaber der Hi-Tech Media AG . Diese Gesellschaften haben unterschiedliche rechtliche Merkmale, die bei den einzelnen Typen in verschiedenartiger Kombination auftreten.